Alle Jahre wieder

Stresst die Weihnachtszeit!

Die Frage ist: „MUSS das wirklich so sein?“

Ist es tatsächlich nötig, auf 17 verschiedene und meistens auch überfüllte Weihnachtsmärkte zu gehen, oder reicht nicht vielleicht auch einer ? Diesen einen Besuch mache ich in Ruhe und genieße ihn. Ob und wieviele „Pünsche“ ich trinke, darf auch ich entscheiden (Thema Eigenverantwortung).

MUSS ich gefühlte 101 Päckchen selber machen, oder bin ich es mir wert und verwende die hübschen Geschenkesackerln, die es zu kaufen gibt, oder verschenke ich einmal Gutscheine, damit sich die Person selber etwas kaufen kann, was ihm, oder ihr wirklich gefällt. Diese Möglichkeit beinhaltet nämlich auch, dass der, oder die Beschenkte die freie Wahl hat und einem gekünsteltem „Jö, das ist aber schön“ mit einem, etwas aufgesetztem Lächeln entgeht, weil das nicht sonderlich willkommene Geschenk ohnehin irgendwo verschwindet und wahrscheinlich auch nie wieder auftaucht. Ich weiß, dass es bei kleineren Kindern nicht ganz so einfach ist, weil ja das Christkind die Päckchen bringt.

Vielleicht ist es möglich, sich mit Großeltern und Verwandten abzusprechen, was und wieviel die Kinder bekommen. Wenn die Reaktion nicht ganz so begeistert und verständnisvoll ausfällt, dann darf ich diese Herausforderung annehmen und mich gleich im Vermeiden von Verurteilungen üben und positiv und gelassen bleiben. Gerade wenn die Kinder noch jünger sind, kann die Vorweihnachtszeit ein bisschen besonders gestaltet werden. Wie wäre es zum Beispiel mit selbstgebackenen Keksen, auch wenn sie vielleicht nicht so perfekt werden, sie schmecken bestimmt gut, ganz zu schweigen, von dem wunderbaren Duft, der durch die Räume zieht.

Ich kann eine Kerze anzünden und eine Geschichte aus einem Buch vorlesen, anstatt den Fernseher oder das Tablet einzuschalten. Natürlich wird das nicht jeden Tag möglich sein, aber vielleicht ein, oder zweimal in der Woche ? Es tut mir ja selber auch gut ein kleines bisschen abzuschalten, zur Ruhe zu kommen und einfach den Moment zu genießen. Auch der stundenlange, übermäßige Weihnachtsputz ist keine lebensnotwendige Sache, noch dazu, wenn es nach dem Heiligen Abend und der Bescherung ohnehin  so aussieht, als hätte man ein Rittergelage und nicht die Verwandtschaft zu Besuch gehabt. Normales putzen und aufräumen vorher ist, denke ich ausreichend, zumal man nach dem Fest ohnehin wieder alles auf Vordermann bringen darf.

Ich habe letztens einen genialen Spruch zu diesem Thema gelesen:
„Für alle die wegen der Feiertage putzen wie irre: Es kommt das Christkind und nicht das Gesundheitsamt!“ Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…

Das alles ist nichts neues und soll auch bitte keine oberg‘scheite Anleitung sein, wie ich Weihnachten am besten „überstehe“, es soll ein bisschen zum Nachdenken und vielleicht auch Schmunzeln anregen. Ich versuche die Weihnachtszeit mit einem Augenzwinkern und ein paar eigenen schönen Erinnerungen zu sehen.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest und möchte Euch abschließend ein sehr schönes Adventsgedicht mitgeben:

Vier Kerzen im Advent (von Horst Rehmann)

Die erste Kerze brennt für die Stille,
für Ruhe und Gemütlichkeit,
für Herzlichkeit und für den Wille,
zu leben in Behaglichkeit.

Die zweite Kerze brennt für Hoffnung,
für die Kraft und für den Glauben,
für Vernunft und für die Achtung
und für die weißen Friedenstauben.

Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand
und für‘s eigene Gemüte.

Die vierte Kerze brennt für Liebe,
für das Wichtigste auf dieser Welt,
es gäbe nichts das uns noch bliebe,
wär‘ nicht sie an Nummer Eins gestellt.

Alles Liebe
Barbara

 

Wir gehen den zweiten Schritt gemeinsam

Jetzt anfragen